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Produktionstechnologie der in Schweden gezüchteten Energieweidesorten

Inhalt:


1. Bewilligungsprozess und Subvention der Etablierung von Plantagen

 

2. Grundlagen der erfolgreichen Pflanzung und Pflege einer Plantage

3. Auswahl und Vorbereitung des Standortes

4. Qualitätsanforderungen am vermehrungsmaterial

5. Pflanzungszeit und Durchführung der Pflanzung

6. Unkrautregulierung

7. Nährstoffzufuhr

8. Pflanzenschutz

9. Erträge

10. Ernte

11. Lebenszeit der Plantagen

12. Rodung der Plantagen

 

1. Bewilligungsprozess und Subvention der Etablierung von Plantagen

Art der Subvention:

Für die Pflanzung einer Plantage und bis sie Ertrag bringt kann ein Subvention in Anspruch genommen werden, die nicht zurückzuzahlen ist.

Größe der Subvention:

a, 40% der gesamt abrechenbaren Kosten der Investition;

b, in dem Fall von jungen landwirtschaftlichen Produzenten oder Pflanzung auf ungünstigen Felder 50% der Abrechenbaren Kosten;

c, in dem Fall von jungen landwirtschaftlichen Produzenten und Pflanzung auf ungünstigen Felder 60% der Abrechenbaren Kosten;

Die kleinste unterstützbare Parzelle ist 1 ha groß. Eine Pflanzung die 0,15 ha übersteigt muss aber schon bewilligt werden.

Summe der Subvention:

a, Vorhandensein der Pflanzungsbewilligung. Der Antrag soll an die regional zuständige landwirtschaftliche Behörde eingereicht werden. Der Antrag kann kontinuierlich, im ganzen Jahr eingereicht werden.

Zum Antrag müssen folgende Dokumente zugefügt werden:

- Zustimmung der Eigentürmer (falls die Pflanzung nicht auf eigenen Feld durchgeführt wird)

- Pflanzungsplan, der beinhaltet die Bestimmung der zu pflanzenden Art und Sorte, die Herkunftsbescheinigung der Vermehrungsmaterial, eine Beschreibung der Technologie(ausgegeben von der Baumschule) und ein Exemplar der Karte;

b, die Größe des landwirtschaftlichen Betriebs übersteigt 4 Europäische Betriebsgrößeneinheit; (in dem Fall von neu gestarteten Unternehmen wird untergenommen, dass diese Größe spätestens bis zum Ende des ganzen Kalenderjahres nach der Beendung der Investition erreicht wird);

c, die Pflanzung muss innerhalb von 12 Monaten nach Erhalt der Unterstützungsentscheidung fertiggemacht werden;

d, der Bauer muss die Plantage mindestens 5 Jahren nach der Etablierung betreiben;

e, der Ertrag muss innerhalb von 5 Jahren nach der Pflanzung geerntet werden;

f, der Bauer muss über einen (vorläufigen) Vertrag über der Übernahme von mindestens 50% des Hackholzes verfügen, oder in dem Fall von eigenen Nutzung muss er sich darüber äußern;

g, der Bauer muss vor dem Beantragen an einem Kurs teilnehmen.

Einreichung der Dokumente des Unterstützungsantrags:

Gemäß der gültigen Regelung (2011) können Unterstützungsanträge zwischen 1. Oktober und 15. November eingereicht werden.

Zu dem Antrag müssen folgende Dokumente angehängt werden:

- Pflanzungsgenehmigung,

- eine beglaubigte Kopie des Urproduzentenscheins oder gültigen Unternehmensscheins,

- eine individuelle Blockkarte über die Grenzen der Energieplantage,

- der Vertrag über der Übernahme des Hackholzes,

- falls die investierte Summe 15 M HUF übersteigt, ein Geschäftsplan.

Zahlungsantrag:

Soll zusammen mit dem uniformen Standortunterstützungsanträge bis zum 15 Mai eingereicht werden. Zwischen dem 1 und 31 August können weitere Abrechnungen zu den schon etablierten und in Mai angemeldeten Pflanzungen eingereicht werden. Zu dem Zahlungsantrag muss eine Übersichtskarte über die Grenzen der Plantage und eine Zertifikat über der Teilnahme am Kurs.

 

2. Grundlagen der erfolgreichen Pflanzung und Pflege einer Plantage

Gute und rentable Energieweideplantagen können ausschließlich unter der genauen Einhaltung der Produktionstechnologie betrieben werden.

Parallel zu der Erscheinung der Energieweiden wurde eine Richtung veröffentlicht, die die Extensivität und Bedürfnislosigkeit der Weide übermäßig betont hat. Diese Richtung hat den Anschein erweckt, dass die Vermehrungsmaterial in irgendeinen Boden gepflanzt werden kann und nach der Pflanzung brauchen die Pflanzen keine Pflege und man soll nur ernten nach einer Weiler. Dieser Sichtpunkt ist aber falsch. Der Erfolg der Weideplantagen steckt im Auswahl und Vorbereitung des geeigneten Standortes, sowie im genau gepflanzten Vermehrungsmaterial von bester Qualität und in der Einhaltung der Unkrautregulierungstechnologie. In den folgenden Kapiteln werden diese Fragen geklärt.

Weideplantagen müssen von der Vorbereitung des Feldes, durch der Pflanzung bis zu die Mitte der ersten Vegetationsperiode mit Umsicht und Sorgfalt gepflegt werden! Der Schluss der Erfolg steckt darin, ob man die Plantage bis zum Ende Juli des Pflanzungsjahres frei von Unkräutern halten kann. Und das braucht intensive Pflege.

Nach der ersten Ernte müssen die Plantagen auf jeden Fall gedüngt werden, da mit der großen Biomassenproduktion eine signifikante Menge an Mikro- und Makroelementen vom Boden wegnimmt. Für diesen Zweck können Mineraldünger verwendet werden, aber es ist vielmehr billiger, nützlicher und effektiver Klärschlamm – als Düngemittel – zu nehmen. Nur einige Monate nach der Ernte sind für die Austragung geeignet. Falls dies weggelassen wird, muss man auf die hohen Erträge auch verzichten. Die Gabendosis wird im Kapitel Nährstoffzufuhr behandelt werden.

 

3. Auswahl und Vorbereitung des Standortes

Es lohnt sich Weideplantagen dort zu etablieren, wo das Grundwasser hoch steht oder die Menge der Vegetationsniederschlag im Durchschnitt von mehreren Jahren ausgeglichen hoch ist. Felder, die von Stau- oder Hochwasser betroffen sind, können auch tauglich sein. Verschiedene Weiden und Wiesenböden, sowie humushaltigen Sandböden und sandigen Lehmböden sind auch für den Anbau geeignet. Aber hohe Salzgehalt oder hohe Kalkgehalt, sowie niedrige Gehalt an organischen Substanz kann den Standort von der Pflanzung aussperren.

Als generelle praktische Regel kann man feststellen: Weide füllt sich dort gut, wo Mais in meisten Jahren klein bleibt und kann nicht profitabel kultiviert werden – wegen dem hohen Grundwasserstand. Wegen des hohen Grundwasserstandes oder Stauwassers wird die Eisenaufnahme der Pflanzen auch beschränkt, dadurch die fotosynthetische Aktivität wird auch vermindert. Falls dies mit hohem Kalziumgehalt parallel auftritt, diese Symptom wird vielmehr ausgeprägt. Weide ist aber unempfindlich für den durch anaerobe Bodenbedingungen verursachten Eisenmangel und wachsen sogar stärker bei hohem Bodenwassergehalt. Deshalb ist es empfehlenswert den nicht profitablen Pflanzenbau auf diesen Gebieten mit Hackholzproduktion abzulösen.

Der Kulturzustand des Bodens ist sehr wichtig! Nach Vorfrüchten, wie Getreide oder Mais kann das Feld unter ziemlich niedrigem Kostniveau zu einem geeigneten Zustand gebracht werden und man hat genügend Zeit bis zur nächsten Frühling, d. h. zur Pflanzung. Demgegenüber in dem Fall von Weiden und Wiesen, sowie Felder die mit Schilf und Büsche bewachsen sind kann man kein für die Pflanzung von Stecklingen geeignetes Bett innerhalb von einigen Monaten vorbereiten.

Wiesen kommen oft als Vorfrucht vor. Weiden und Wiesen müssen schon während des Sommers „behandelt“ werden, damit der Boden bis zu die Pflanzung in geeigneten Zustand gebracht werden kann. Als erster Schritt muss eine Unkrautregulierung mit totalen Herbiziden durchgeführt werden und 2-3 Wochen danach muss der Boden mehrmals und von mehreren Richtungen mit der Scheibe bearbeitet werden. Die Grundbodenbearbeitung mit dem Pflug soll im September oder Oktober durchgeführt werden. Vor dem Pflügen kann der Abbau von Pflanzenresten mit Stickstoffdünger und Bakteriumpräparaten beschleunigt werden.

 

Was soll man machen, wenn man über einem Ackerboden (auch aus der Sicht der Bodenqualität) verfügt? In diesem Fall ist die Bodenvorbereitung ziemlich einfach. Nach der Ernte der Vorfrucht wird der Boden mit einer Scheibe bearbeitet. Es kommt auch vor, dass Pflanzenreste gehackt und der Boden auch mehrmals (senkrecht) bearbeitet werden müssen. Nach dem Schälen des Stoppelfeldes können nur minimale Pflanzenreste auf der Bodenoberfläche bleiben. Das Feld soll später (im Oktober oder November) gepflügt werden, damit der Boden je besser gedreht wird. Die Lange der Stecklinge ist 17-18 cm. Die Grundbodenbearbeitung soll mindestens zweimal so tief sein. Weder eine richtige Tiefpflügen, noch eine 20-25 cm tiefe Bearbeitung ist unerwünscht.

Das Pflügen soll am besten noch während des Herbstes bei entsprechendem Bodenwasserzustand mit der Scheibe oder Kombinator geebnet werden. Es ist wichtig dass diese Maßnahme soll weder beim zu nassen, noch beim zu trockenen Bodenzustand durchgeführt werden. Die Bodenerhebungen, die während des Pflügens entstehen sollen bei der Ebnung zerfallen und eine lockere Bodenstruktur soll gestaltet werden. Weder Stoppel, noch andere Pflanzenreste dürfen schon gesehen werden um dieser Zeit. Es ist wichtig den Pflügen noch vor dem Winter zu ebnen, denn die Pflanzung wird früh (im März oder April des nächsten Jahres) durchgeführt werden und es kann auch vorkommen, dass die Wasserbedingungen des Boden ermöglichen eine Bodenbearbeitung von guter Qualität nicht.

Die Stecklinge können in den geebneten, gesetzten Boden gepflanzt werden, aber falls es möglich ist kann der Boden nochmals mit einem Kombinator oder Scheibe „erfrischt“ werden.

Die Anwendung von Bodendesinfizierungsmittel ist weder vor der Pflanzung, noch später notwendig. Düngemittelgaben – gemäß dem bodenkundlichen Gutachtung oder unserer subjektiven Meinung – sollen nicht von dem Pflügen, sondern von der Ebnung ausgebracht werden, da das Wurzelsystem der Weiden befindet sich im obersten Bodenschicht (80% der Wuzeln liegt im obersten 40 cm Bodenschicht) und die Pflanzen kommen zu die Nährstoffe, die zu tief gepflügt wurden, nur später, ab der Hälfte der Vegetationsperiode heran.

Es ist empfehlenswert, vor der Pflanzung eine Probepflanzung mit der Hand zu machen. Die 18 cm langen Stecklinge sollen ohne Schwierigkeiten und großen Widerstand in den Boden gesteckt werden. Falls dies ist nicht der Falle eine Bodenlockerungsmaßnahme kann erforderlich sein.

 

4. Qualitätsanforderungen des Vermehrungsmaterials

 

Weiden werden mit wurzellosen Stecklingen vermehrt. Die Stecklinge der ausländischen Sorten werden in unseren Mutterplantagen gemäß unserer erarbeiteten Technologie unter kontrollierten Bedingungen vermehrt und vertrieben.

Die EU-Vorschriften für Weidestecklinge sind folgende:

- Stecklinge sollen mindestens 17 cm lang sein

- die Durchmesser einer Steckling am Grundende darf nicht weniger als 8 mm sein

- die Durchmesser einer Steckling am Grundende darf nicht größer als 8 mm sein

- mehr als drei Entfernungsstellen von sekundären Trieben darf nicht auf einer Steckling befindet werden

- die Stecklinge müssen der gleichen Sorte, Sauber und frei von Schaderreger sein

- in der Zeitpunkt der Pflanzung müssen die Stecklinge in hormonalen Knospenruhezustand sein

- die Herkunft der Stecklinge muss mit einer Herkunftsbescheinigung bewiesen werden.

 

Die erhobenen Durchmesserparameter unserer Stecklinge

Die Holland Alma GmbH. liegt einen großen Wert darauf, dass das vertriebene Vermehrungsmaterial von höher Qualität sei, als alle andere erhältliche – ausländische oder heimische – Vermehrungsmateriale. Dadurch bekommen unsere Kunden größere Freiheit bei der Anwendung der Produktionstechnologie, sowie besseres Wachstum und höhere Erträge.

Deshalb haben wir in unseren Mutterplantagen eine Produktions- und Behandlungstechnologie für die Stecklinge erarbeitet, die uns ermöglichen Stecklinge von höher Qualität – als die in den EU-Direktiven vorgeschrieben wird – zu erzeugen.

Wieweit bekommen Sie einen Plus?

Ausstattung der Stecklinge: Unsere Stecklinge sind dicker als in der EU-Normen vorgeschrieben wurde. Den vorgeschriebenen Durchmesser von 8-23 mm wurde in den Bereich von 10-30 mm erhoben. Was hat dies ermöglicht? Die genaue Einhaltung der chemischen Unkrautregulierung in unseren Mutterplantagen. Diese Plantagen sind frei von Unkräutern, ihr Kulturzustand und Kondition ist perfekt. Während der Manipulation der Stecklinge werden die, die kleiner als 10 mm im Durchmesser sind einfach aussortiert. Warum sind dickere Stecklinge erwünscht? je größer der Durchmesser eines Stecklings ist, desto mehr Nährstoffe und Energie wurde in ihr gespeichert. Je dicker ein Steckling ist, desto mehr Sprosse werden im ersten Jahr produziert. Stecklinge mit einem Durchmesser von 8 mm produzieren im allgemeinen einen Spross, in dem Fall von 10-20 mm Stecklinge kann man mit durchschnittlich zwei Sprosse rechnen, und über 20 mm wachsen sogar drei oder vier Sprosse im ersten Jahr. Weiden wachsen im ersten Jahr fast nur hoch und das zweite Jahr steht fürs Stärkewachstum. 80% der Pflanzenbiomasse wird ein Jahr nach der Pflanzung produziert. Deshalb ist es sehr wichtig, ob eins, zwei oder drei Sprösse sich verstärken.

Das höchste Limit der EU-Normen wurde definiert, weil die automatisierten Pflanzungsmaschinen nur Stecklingen mit einem Durchmesser von höchstens 23 mm genau zu pflanzen vermögen. Aber diese automatisierten Maschinen sind nicht in den Ungarischen Plantagen verbreitet – aber sie sind verfügbar – deshalb haben wir das oberste Limit des Stecklingdurchmessers erhoben.

Der Reihenabstand der Mutterplantagen der Holland Alma GmbH. ist dichter. Demzufolge die Bildung von stärkeren sekundären Sprösse ist nur in den peripherischen Teilen der Plantagen charakteristisch (frühzeitige Nutzung der Lichtpotential). Deshalb ist die Zahl der Wunden durch der Entfernung von sekundären Sprössen ist minimal.

A Länge der Stecklinge kann auf Anfrage von 18 bis zu 20 cm erhoben werden. Dadurch kann man erreichen, dass der Basis der Steckling in tieferen, nasseren Boden gelangt.

Auf Anfrage unserer Kunden kann die oberste Teil der Steckling mit Paraffin bezogen werden, dadurch wird das Risiko von Austrocknung nach der Pflanzung vermindert werden.

Je 50 Stecklinge werden mit der gleichen Knospenrichtung in ein Bündel gebunden. Die Bündel werden mit Gummiband zusammengehalten. Dadurch werden die leichte Behandlung und die genaue Orientierung der Stecklinge bei der Pflanzung sowohl mit der Hand, als auch maschinell gesichert. Die 50-Stück Bündel werden je nach dem Wunsch der Kunde verpackt und unter geregeltem Luftfeuchtigkeitsgehalt und auf Temperatur von minus 2-4 °C in unserem Kühllager gelagert.

 

5. Zeit und Ausführung der Pflanzung

Die optimale Zeit der Pflanzung von Stecklingen ist Frühling. Die optimale Zeitintervall der Pflanzung ist zwischen 10. März und 5.Mai. Jedoch es gibt die Möglichkeit, früher oder sogar später zu pflanzen, aber grundsätzlich wird der Frühling empfohlen.

Auf Gebieten mit extremen Stauwassern es besteht die Möglichkeit, die im Jahre 2010 erarbeitete, sog. Vegetationspflanzungstechnologie zu verwenden. Der Grund dafür ist, dass die gefroren gelagerten Stecklinge ihre Lebensfähigkeit bis zu Oktober erhalten. Auf Felder, auf der während des Frühlings die Pflanzung wegen des zu nassen Bodenzustandes nicht durchgeführt werden konnte, muss man warten, bis das Feld trocken genug ist, damit es bearbeitet werden kann. Danach kann die Pflanzung durchgeführt werden. Das extremste Beispiel von 2010 ist eine Pflanzung am 19. Juli, bei einer Lufttemperatur von 33 °C. Die Stecklinge sind auch dann in nassen Boden gelangen und das Wachstum war fast hundertprozentuell. Dieses Feld konnte keineswegs während eines Frühlings bearbeitet werden. Man hat großes Vegetationswachstum von dieser Pflanzungsart nicht erwartet. Solche Plantagen können frühestens in 3-4 Jahren geerntet werden.

Weiden fangen an zu wachsen sehr früh. Die Summe der Wärmeeinheiten die für die Knospensprung nötig sind, ist relativ niedrig. Deshalb ist es wichtig, dass die Stecklinge in Ruhezustand in Kühllager gelagert werden. In der Natur blühen die Weiden oft schon in Februar und ziemlich kurz danach brechen die Knospen auf, also die Pflanzen sprossen.

Die aus dem Kühllager stammenden Stecklinge sprossen sehr früh – in dem Fall von warmem Frühling sogar innerhalb von ein paar Tagen. In dem Fall von zu früher Pflanzung besteht die Gefahr, dass die Pflanzen sprossen zu früh und ein später Frühlingsfrost große Schaden verursacht. Der Steckling kann noch in diesem Fall regenerieren, aber verliert sehr viel Energie.

Die zu späte Pflanzung kann auch gefährlich sein. Wegen der frühen Sprossen mit jedem Tag verliert man wertvolle Zeit der Vegetation. Die wurzellosen Stecklinge produzieren Wurzelanregungen und danach sprossbürtige Wurzeln innerhalb von einigen Tagen. Jedoch umfasst dieses Wurzelsystem immer noch kleine Bodenvolumen. Das lebensfähige Wurzelsystem wird bis zum Ende Juni ausgebildet. Dieses Mal handel es sich um schon ein signifikant größeres Bodenvolumen. Aber zur diesen Zeitpunkt ist das Bodenwassergehalt eine Schlüsselfrage. Mit der Verzögerung der Pflanzung verkürzt man nicht nur Zeit der potenziellen Vegetationsperiode, sondern riskiert man auch die Verminderung des Bodenwassergehaltes, also die gute Sprossen.

Weiden werden auf einen Reihen- und Pflanzenabstand von 1,5+0,75*0,65 m gepflanzt. Davon ist es klar, dass es sich um Doppelreihen handelt in denen ein Abstand von 150 cm durch einem von 75 cm gefolgt wird. Der Abstand von 150 cm bedeutet keine Bearbeitungsspur. Dieser Abstand wird benötigt, damit das Lichtpotential am besten ausgenutzt werden kann. Weiden haben einen sehr hohen Lichtbedarf. Andererseits die Spurweite der Erntemaschinen braucht einen angemessenen Reihenabstand. Falls man irgendeinen anderen Pflanzungsabstand wählt, riskiert man den Erfolg der maschinellen Ernte. Mit diesem Pflanzungsnetz braucht man 14.500-14.800 Stück von Stecklingen pro Hektar.

Die Einweichung der Stecklinge – die aus dem Kühllager gerade ausgebracht wurden – kann einen guten Beitrag zu dem guten Wachstum leisten, aber in dem Fall von niederschlagsreichem Wetter und nassen Bodenbedingungen kann diese Maßnahme weggelassen werden. Aber man soll auf die Stecklinge achten und ihre Austrocknung vermeiden!

Es gibt viele Möglichkeiten für die technologische Ausführung der Pflanzung. Die einfachste, genauste Methode die das beste Wachstum ergibt ist die Reihen maschinell anzustreichen und danach die Stecklinge mit dem Hand in den Boden zu setzten. Bei genauer Durchführung ergibt diese Methode das beste Sprossen und das intensivste Wachstum am Anfang der Vegetationsperiode. Der Nachteil dieser Methode ist, dass ihr Bedarf an Humanarbeit ziemlich hoch ist, und dass billige, qualifizierte Arbeitskraft nicht überall und immer zur Verfügung steht. Eine Gruppe von 10 Leuten kann eine Fläche von 2,5-3 ha pro Tag pflanzen.

Unter den Maschinen gibt es Waldbau-Stecklingspflanzmaschinen, die bestehen aus einem Pflugmesser – das die Reihen öffnet – und einem Verdichterrad. Einige Modelle sind auch mit einem Kultivatorelement und mit einer verdichtenden Walze ausgerüstet. Die Flächenleistung dieser Maschinen ist 2-3 ha pro Tag, abhängig davon, wie geübt die Arbeitskräfte und wie die Bodenbedingungen sind. Es gibt zwei- und vierreihigen Pflanzmaschinen. Die höhere Flächenleistung ist auf die vierreihige Variante bezogen. Als Schlepper braucht man einen Allradantriebtraktor. Außerhalb des Fahrers braucht man noch vier Arbeitskräfte und noch ein Person als Bediener der anderen.

Es gibt eine vollautomatisierte Setzrutenpflanzmaschine von dänischen Herstellern, die auch in Ungarn zur Verfügung steht. Diese schneiden die Ruten auf genau 17 cm große Stücke und der Abstand zwischen den Pflanzen kann auch genau gehalten werden. Die Leistung dieser Maschine ist extrem hoch. Falls die Größe des Feldes ermöglicht – d. h. man braucht nicht zu oft zu wenden – sogar zwei Hektar pro Stunde kann gepflanzt werden. In längeren oder doppelten Schichten kann man 20-30 ha pro Tag pflanzen. Die auch in Ungarn verfügbare Maschine pflanzt vier Reihen parallel, aber es gibt 6-reihige Maschinen auch.

Die schwere Maschine soll mit einer großen – mindestens 200 PS, Zwillingräder – Kraftmaschine geschleppt werden. Die Maschine soll je nach Bodentyp eingestellt werden, also sie kann nur mit qualifiziertem Personal bedient werden.

Unabhängig von der angewandten Technologie soll man die Merkmale der perfekten Pflanzung beherrschen. Der oberste Teil eines Stecklings soll mindestens bis zur Bodenoberfläche oder eins-zwei cm tiefer runtergehen. Mehr als 1 cm darf nicht aus dem Boden zu sehen sein. Falls mehr zu sehen ist, ist die Pflanzung nicht akzeptabel. Dieses Kriterium hängt nicht von der Pflanzungsart, sondern vom Qualität der Grundbearbeitung und der Bodenvorbereitung ab.

Der Holzacker darf nicht schollig, grobklumpig, da es nicht verdichtet werden kann sonst. Die gepflanzten Stecklinge dürfen nicht zu locker im Boden stehen. Der Boden um dem Steckling soll genau verdichtet werden. Folgender Fehler kommt oft vor: neben dem Steckling kann von oben verdichteter Boden gesehen werden, aber von der Seite gesehen sieht man sogar den Steckling.

Stecklinge sollen im Boden senkrecht – oder fast senkrecht – stehen. In unseren Versuchen haben wir erfahren, dass die in 10 cm Bodentiefe gelegte Stecklinge die Bodenoberfläche erreichen, aber später wird sein Wachstum und die Wurzelentwicklung nicht entsprechend. Das umgekehrt – „kopfüber“ – gepflanzte Vermehrungsmaterial sprießt auch, aber zwischendurch verliert es sehr viel Energie. Deshalb liegen wir großen Wert während der Vorbereitung des Vermehrungsmaterials darauf, dass alle Stecklinge immer in die gleiche Richtung innerhalb eines Bündels stehen. Wenn man die dreieckförmigen Knospen ansieht, kann man einfach ihre Richtung, d. h. den oberen und unteren Teil eines Stecklings bestimmen. Falls man die Pflanzung nicht selbst durchführt, sondern Lohnarbeit in Anspruch nimmt, muss man dies ständig und konsequent kontrollieren. Bitte beachten Sie: für die Arbeitskräfte ist es nur wichtig, dass die Stecklinge in den Boden gelangen, für uns aber ist es auch nicht egal wie. Die Pflanzung ist ein Vorgang, bei dem der Eigentürmer ständig dabei sein soll, oder mindestens eine strengere Kontrolle ist erforderlich.

6. Unkrautregulierung

Nach der genau durchgeführten Pflanzung ist die chemische Unkrautregulierung der Plantagen eine Schlüsselfrage. Diese Maßnahme kann in dem Fall von Weiden mit Aktivsubstanzen S-metholachlor + linuron durchgeführt werden. Diese Substanzen ergeben unkrautfreie Plantagen am Anfang der Vegetation (in den ersten 6-8 Wochen), aber man soll folgendes beachten:

-

Das Ziel ist, so eine klare und Unkrautfreie Plantage zu etablieren. Plantage der Sorte Inger im Jahre 2008, sechste Vegetationswoche

- Dosis/Sud/Fläche

- Perfekte Deckung / Ausbringung

- Bedarf an Niederschlag

Das extrem schnelle Wachstum am Anfang erfordert, dass am besten schon am Tag der Pflanzung, oder spätestens innerhalb von drei Tagen demnach die chemische Unkrautregulierung durchgeführt wird. In dem Fall von der Pflanzung größeren Feldern werden die Pflanzung und die Unkrautregulierung parallel durchgeführt werden. Einerseits das ist die gute zeitliche Koordinierung. Andererseits sie hängt mit dem Niederschlagbedarf zusammen. Die Aktivsubstanzen S-metholachlor und linuron sind nur effektiv, falls innerhalb von 1-14 Tagen nach der Pflanzung eine Niederschlagmenge von mindestens 10 mm fällt. Deshalb lohnt es sich auch die Wettervorhersage nachzufolgen. Die die Keimung hemmenden Aktivsubstanze bilden einen Filmschicht an der Bodenoberfläche. Dafür braucht man den Niederschlag.

Die Aktivsubstanzen der chemischen Unkrautregulierungsmittel werden an den groß molekularen Bodenteilen adsorbiert und ihre Effektivität wird dadurch vermindert. Deshalb ist es empfohlen, an Böden mit hohem Gehalt an organischen Substanzen die auszugebende, empfohlene Dosis auf anderthalb oder zweimal so viel zu erheben. Die Stecklinge werden davon nicht betroffen. Falls ein Schritt der chemischen Unkrautregulierung nicht gelangt, kann die Plantage später nur mit hohen Kosten und weniger effektiv frei von Unkräutern gehalten werden.

Ein pro ein Hektar empfohlene Dosis soll mit einem Wassermenge von 300-350 Liter ausgegeben werden. Falls man die gleiche Dosis mit doppelter Wassermenge (d. h. 6-700 Liter pro Hektar) ausgegeben wird, die Mittel werden weniger für die Niederschlagsmenge empfindlich. (Der Filmschicht bildet sich ohne Niederschlag aus.) Das chemische Mittel wird mit Spritzrahmen ausgebracht. Man soll den Zustand der Spritzdüsen und das angemessene Spritzbreite zwischen den anschließenden Reihen aufpassen.

Genau wie bei der Pflanzung das pflanzende Team das wichtigste Element ist, während der Unkrautregulierung die Zukunft der Plantage liegt in dem Hand des Bedieners. Stellen Sie vor, was passiert wenn er eine Geschwindigkeitsstufe höher schaltet. Sowohl die pro Hektar ausgegebene Dosis, als auch die Lösungsmenge wird geändert. Deshalb soll man ständig überwachen. Ohne der Ausbringung von einem Dosis in 300 Liter Lösung pro Flächeneinheit kann man keine erfolgreiche Unkrautregulierung durchgeführt werden.

Falls die chemische Unkrautregulierung wegen irgendeiner objektiven Ursache nicht angemessen ist – z. B. das Aktivsubstanz wurde ausgespart/gestohlen, der Bediener des Traktors ist schneller gefahren, die anschließenden Reihen waren nicht genau angeschlossen, eine Düse wurde verstoppt, das Druck runtergefallen ist, es gab kein Niederschlag usw. – die Plantage soll unbedingt mit einer Bodenkultivator bearbeitet werden. (Die Unkrautregulierungsmaßnahme im Jahre 2008 auf dem Bild war wegen Niederschlagsmangel nicht erfolgreich. Man konnte die Plantage nur mit einem Kultivator in Füllungsposition frei von Unkräutern gehalten werden.) Falls die Unkräuter noch im Keimblatt- oder etwas entwickelten Stadium sind (d. h. 2-3 cm hoch), kann man sie einfach, schnell und effektiv rotten. Jede verspätete Maßnahme wird teurer und weniger effektiv. Man soll sich das Bild einer vollkommen klaren und unkrautfreien Plantage vorstellen und soll davon in der Wahrheit nicht abweichen.

Füllt man den Kultivator während die Unkräuter noch im Keimblattstadium sind in Füllungsposition, kann man noch 2-3 Wochen unkrautfreien Zustand erreichen. Die Bearbeitung mit dem Kultivator ist solange möglich, bis die Weiden sich unter der Maschine noch abbiegen ohne dass sie brechen würden. Das kann problemlos bis zu einem Entwicklungsstadium von 6-8 Wochen, d.h. 60-100 cm hohes Pflanzenwachstum durchgeführt werden. Ab diesem Stadium – ca. Mitte Juni – ist die Plantage stark genug um die Unkräuter unterzudrücken. Später braucht man weder mechanische, noch chemische Unkrautregulierungsmaßnahmen zu verwenden.

Dank dem frühen Wachstumsstart wachsen Weiden in den späteren Jahren schneller als eins-zweijährige oder sogar perennierende Unkräuter. Ältere Plantagen sind zwar grasbewachsen, aber dies verursacht kein ernster Ernteausfall.

Die gegebenfalls auftretende Monokotylen Unkräuter können in jedem Wachstumsstadium problemlos chemisch gerottet werden.

 

7. Nährstoffzufuhr

Es ist immer empfehlenswert, vor der Pflanzung eine vereinfachte Bodenanalyse für Makroelementgehalt, Plastizität, Humusgehalt, Kalziumgehalt, und pH machen zu lassen. Anhand deren Ergebnisse kann man sich entscheiden, in welchem Maß die Grunddüngung durchführt werden soll. Die Grunddüngung soll mit Mineraldünger und mit der Methode, die bei der Bodenvorbereitung vorgestellt wurden durchgeführt werden.

Falls billige Stallmist zur Verfügung steht, soll er nicht vor der Bearbeitung des Pflückens, sondern vor der Bodengrundbearbeitung ausgegeben werden, damit seine zufällige unkrautfördernde Wirkung vermeiden werden kann. Klärschlamm kann nicht immer als Grunddüngemittel angewandt werden, weil es nicht immer genug Zeit gibt die Ausbringung bei den Behörden erlauben zu lassen.

Ohne Bodenanalyse kann man auf seine subjektive Entscheidung stützen ob und falls ja in welcher Maß man Grunddüngung macht. Nach dem spezifischen Nährstoffbedarf der Weide soll die N:P:K rate von 3:1:2 bei solchen subjektiven Dosierungen angewandt werden.

Die hohe Biomasseproduktion zieht eine hohe spezifische Nährstoffaufnahme mit sich. Diese Menge wird je 2-3 Jahren mit der Biomasse vom Feld entfernt. Man kann nur mit der Mineralisation des Blattfalls, als natürliche nährstoffquelle rechnen. Die große Biomasseproduktion kann nur erhalten werden, falls in den Monaten nach der Ernte – wenn das Feld nicht mit Pflanzen bedeckt ist – Nährstoffe, als organische oder mineralische Düngemittel dem Boden zugeführt werden.

In Schweden es ist üblich, dass Nährstoffe ausschließlich mit Stickstoffdüngemittel und Holzasche zurückgeführt werden. Die Ungarischen und Slowakischen Forschungsergebnisse, sowie die Erfahrungen der Produzenten weisen darauf hin, dass die Reaktion der Weiden auf Phosphor- und Kaliumdüngung ziemlich unflexibel ist. Aber die Wirkung von 70-140 kg Stickstoffaktivsubstanz plus Bakteriumpräparaten kann sogar zwei Jahren lang gemessen werden.

Nach unseren bisherigen Erfahrungen die effektivste und billigste Form von organischer Düngung in Ungarn ist die Verwertung von Klärschlamm. Dieses Material ist überall in Ungarn vorhanden und die Kläranlagen übernehmen manchmal sogar auch die Transportkosten, um die Kosten der Vernichtung sparen zu können. Die Ausbringung von Klärschlamm muss genehmigt werden. Dafür braucht man auch eine Bodenanalyse zu machen lassen. Anhand der Ergebnisse können Experten die Entscheidung über die Dosis des ausbringbaren Klärschlamms treffen. Aber Experten erlauben manchmal zu hohe Gaben. Klärschlammdosis zwischen 20 und 25 t ha-1 haben sehr positive Wirkungen in unseren Plantagen gehabt. Die hohen, 50 t ha-1 übersteigenden Dosis haben demgegenüber schon toxische Wirkungen gehabt und einen Rückfall der Biomasseproduktion verursacht.

Klärschlamm kann nach jeder Ernte, zwischen November und April ausgebracht werden. Das zum Feld transportierte Material soll innerhalb von 48 Stunden verwendet werden. Auf nährstoffarmen Böden die erste Düngung soll schon nach der ersten Ernte durchgeführt werden (in zwei- oder dreijährigen Plantagen). In dem Fall von besserer Bodenqualität und Nährstofflieferungskapazität kann diese Maßnahme bis zur zweiten oder dritten Ernte ausgeschoben werden (bis die Plantage 4-6 Jahre alt ist).

Der Trockensubstanzgehalt des Klärschlamms ist ziemlich niedrig, die Behandlung des Materials ist schwer. Es ist empfehlenswert schon mit Stroh gemischten Klärschlamm von der Kläranlage zu besorgen oder diese Mischung selbst für uns zu machen. Für die Ausbringung des unbehandelten Materials sind die generell verbreiteten Stallmiststreuer nicht gelöst werden (der Klärschlamm ist zu flüssig). Die einfach manipulierbare Klärschlammkompost kann nicht mehr kostenlos von Kläranlagen besorgen werden, aber sie bedeutet immer noch einen mit Mineraldünger wettbewerbsfähigen, billigen und einfach manipulierbaren und streubaren Nährstoffform.

 

8. Pflanzenschutz

 

Sowohl autochthone Ungarische, als auch Europäische Weidesorten und –Klonen haben mehrere polyphage Schädlinge und generell verbreitete Schaderreger.

Unter Insekte verursachen viele Läusesorten, Knospenbohrer, Blattdreher und Baumverderber Schaden auf den Bäumen. Unter Pilzkrankheiten Blattrost ist allgemein verbreitet in Weidenplantagen.

In Länder, wo Weideplantagen allgemein verbreitet sind wird keine chemische Schutzmaßnahme gegen Schädlinge oder Krankheiten verwendet. Pflanzenschutzmaßnahmen sind dort keine Schlüsselfragen der Anbautechnologie. Chemischer Pflanzenschutz ist auch verhindert, weil in den Plantagen es keine Ackerwege für die Durchführung der maschinellen Arbeiten des Pflanzenschutzes gibt.

Da die ganze Biomasseproduktion jede 2 oder 3 Jahren geerntet wird, werden auch die meisten Krankheits- und Schaderreger, d. h. Infektionsherde damit regelmäßig auch entfernt. Also die Ernte kann als desinfizierende Pflanzenschutzmaßnahme betrachtet werden.

Ein Teil der Pflanzenschutzexperten und Naturschützer hat diese Schwedische Weidesorten als potentielle Infektionsquellen und Umstürzler der heimischen Ökosysteme erklärt. Aber diese negativen Meinungen haben sich seitdem geändert.

Denken Sie logisch nach! Was hat sich in Ungarn mit den hereingebrachten Schwedischen Weidesorten geändert? Die ausländischen Züchter haben dieselbe Weiß- und Korbweidesorten als Basismaterial der Züchtung genommen, die auch In Ungarn autochthon sind. Warum würden diese Sorten dann gefährlich für die heimischen Forste gefährlich sein? Keine genetische Modifikation wurde während der Züchtung angewandt.

Die heimischen Pflanzenschutzexperten sind heute schon der Meinung, dass die Schaderreger und Krankheitserreger der Weiden keine so ernste wirtschaftliche Schaden verursachen, dass es sich löhnte, chemische Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Wir empfehlen unseren Partnern – als Vermeidung und Beseitigung von Ängsten und Angewohnheiten – falls irgend eine Schädling in der Plantage auftaucht, soll man Bekämpfungsmaßnahmen am Rahmen der Plantage machen, damit man die Wälder in der Umgebung schützt.

9. Erträge

Nach einer vorübergehend stagnierenden Periode Pflanzen beginnen stark zu wachsen. Neue Pflanzungen – unter optimaler Wasserversorgung – erreichen eine Höhe von 120 cm schon sogar bis zu Ende Mai. Das wirklich intensive Wachstum dauert vom Anfang Juni bis zur Mitte September. In extremen Fällen wachsen die Pflanzen sogar 5-7 cm pro Tag. Dieser Wert ist nicht so besonders extrem, da unter günstigen Bedingungen können sogar Acaciensämlinge so ein Wachstum in August leisten. Bis zum Ende des ersten Jahres erreichen die Pflanzen eine Höhe von 3-5 Meter. Die Durchmesser an der Bodenebene liegen zwischen 10 und 30 mm, aber wir haben schon sogar Durchmesser über 40 mm am Ende der ersten Vegetation gemessen. Jedoch ist Höhenwachstum fürs erste Jahr typisch. Falls man die Biomasseproduktion des zweiten Jahres für 100% nimmt, kann man sagen, dass im ersten Jahr nur 20-30% der Biomasse gebildet wird.

Der Reste von 70-80% Biomasse wird im zweiten Jahr als Durchmesserwachstum produziert. Plantagen wachsen im zweiten Jahr – gegenüber dem ersten Jahr – nur eins-zwei Meter. Aber die Durchmesser der Sprossen werden sogar dreimal so dick wachsen und liegen zwischen 30 und 90 mm. Deshalb ist es von großer Bedeutung, ob Pflanzen im ersten Jahr eins, zwei, drei oder sogar vier Sprösse produzieren. Denn im zweiten Jahr auch eins, zwei, drei oder sogar vier Sprösse im Durchmesser wachsen werden. Und das bedeutet einmal oder zwei-dreimal so viel Ertrag! Deshalb haben wir die Durchmesserparameter unserer Stecklinge erhöht. Dickere Stecklinge = mehr Nährstoffe = mehr Vorrat = mehr Energie = mehr Sprösse = höhere Erträge am Anfang.

Entsprechend entwickelte Plantagen müssen im zweiten Vegetationsjahr geerntet werden. (siehe unten) Dies resultiert daraus, dass entsprechend entwickelten Plantagen schließen sich früher und die Nutzung des Lichtpotentials ist limitiert ab der Mitte des Zweiten Vegetationsjahres. Falls eine entwickelte Plantage auch im dritten Vegetation stehen bleibt, wird sie kaum Biomasse noch produzieren, da eine durchschnittliche Plantage im Schatte resultiert ein Rückfall der photosynthetischen Aktivität und dadurch der Biomassenproduktion.

Nach der ersten Ernte produzieren die Pflanzen schon mehr, als zehn Sprösse. Aber dies bedeutet nicht zehnmal so hohe Erträge bei der nächsten Vegetation. Warum? Mehr Sprösse bedeuten mehr Wachstumspunkte auch. Die durch einem Wurzelsystem vermittelte Wasser- und Nährstoffmenge, sowie Energie wird an mehreren Sprössen weitergegeben. Wegen der höheren Sproßzahl erreicht die Plantage früher das maximale Lichtnutzungspotential, die photosynthetische Aktivität nimmt früher ab. Daneben muss man mit der erhöhten Konkurrenz zwischen den Wurzeln auch rechnen. Im allgemeinen kann man feststellen, dass ab der zweiten Ernte kann man mit 30-40% höheren Erträge kalkulieren, als bei der ersten Ernte.

Wir haben unsere Kalkulationen über die Profitabilität auf ein ziemlich niedriges Ertragsniveau eingestellt. Die Rentabilität der Investition ist auch bei solchem Ertrag bei der ersten Ernte gesichert (Natürlich mit Pflanzungsunterstützung und Standortunterstützung).

In der Praxis haben wir wesentlich höhere Erträge gemessen. Durchschnittliche Erträge spiegeln 20-30 T/ha/a Trockenmassenertrag wider, der sichert die Rentabilität sogar ohne staatliche Unterstützung. Auf unsere öffentliche Schnitt- und Erntemessungsdemonstrationsveranstaltung am 12. 02.2010 haben wir – in einer Plantage verschiedener Entwicklungsstadium und Sortenzusammensetzung – 25,2 t/ha absolute Trockenmasse pro Jahr geerntet. Bei der Wiederholung des Schnittes im Januar 2011 wurde der kleinste Ertrag – 12,6 ta/ha/Jahr – bei der Sorte Gudrun, demgegenüber die höchste Ertrag – 32,1 ta/ha/Jahr – bei der Sorte Inger gemessen. (Holland Alma drück in ihrer Publikationen die Ergebnisse ihrer Versuche immer als ta/ha/Jahr, d. h. die absolute Trockenmasse mit 0% Wassergehalt, die auf einer Fläche von 1 ha in einem Jahr produziert wurde, aus.)

Unsere Messungen und Erfahrungen werden von ähnlichen Daten der Hochschule von Nyíregyháza und der Slowakischen Staatlichen Forstwirtschaft, sowie der Slowakischen Agrarwissenschaftlichen Universität bestätigt.

10. Ernte

Wie es schon bei der Kapitel „Ertrag“ bekanntgemacht wurde, Energieweiden werden je 2-3 Jahren geerntet. Entsprechend entwickelte Plantagen müssen nach zwei Jahren geschnitten werden. Aber falls das Wachstum schwacher ist (das Höhewachstume des ersten Jahres war nicht genügend oder falls man in älteren Plantagen nicht genug Nährstoffe ausgebracht hat) kann die Ernte nach drei Jahren durchgeführt werden.

Als Energieweiden begannen zu verbreiten, Einige haben die Notwendigkeit der jährlichen Ernte betont. Dieser Praxis ist aber falsch – wie es vorher erklärt wurde. In einjährigen Plantagen ist das Verhältnis zwischen Rinde und Holz in einjährigen Plantagen ist ungünstig, dadurch wird die Qualität des Hackholzes auch nicht entsprechend.

Ernte wird mit einer Hackmaschine. Ein bekanntes Modell ist Claas Jaguar, die in der Nähe von größeren Tierzuchtanlagen befindet werden kann oder konnte. Das originale Schnitt- und Hackapparat der Claas Jaguar ist nicht für den Schnitt von baumartigen Pflanzen geeignet; deshalb hat man ein verstärkte und spezielle Schnitt- und Hackapparat dafür konstruiert. Das gleiche haben andere Firmen gemacht. Die Ernte kann aber auch sogar mit einem verstärkten Maissilierungsadapter – mit ein oder zwei Reihen- durchgeführt werden. Aber in Ungarn entwickelte Maschinenmodelle sind auch schon verfügbar.

Der Reihenabstand sichert die optimale Nutzung des Lichtpotentials und daneben ist zur Spurweite der Maschine angepasst. Die Hackmaschine kann sogar Pflanzenmaterial mit einem Durchmesser von 10 cm sicher abschneiden und hacken. Am Rand der Plantage kann es vorkommen, dass einige Pflanzen –wegen des größeren Lichtpotentials – sogar größere Durchmesser produzieren. Diese Bäume sollen mit einer Handkettensägemaschine vom Anfang und Ende der Reihen, sowie von den Außenreihen geschnitten werden. Aber es kann auch eine Lösung sein, die Außenreihen und die ersten und letzten Pflanzenstellen (d. h. die Rahmen der Plantage) mit einer schwächer wachsenden Sorte zu pflanzen, die nicht extrem Dick wird.

Hackmaschinen sind ziemlich teuer und die verstärkten Adapter sind auch nicht kleine Investitionen. Eine der Hauptmerkmalen von Hackmaschinen ist, dass sie – vor allem heutzutage, als die Tierzahl besonders niedrig ist – weniger maß ausgenutzt werden. Diese Maschinen werden einige Tage pro Jahr betrieben und im Winter, als Weiden geerntet werden sollen bleiben sie stehen. Wir helfen unsere Kunden bei der zur Verfügung Stellung der Erntemaschinen, sowie die der Organisation der Ernte.

Ernte kann in vollständiger Knospenruhe, ab Anfang November bis Mitte März durchgeführt werden. Dann ist der Wassergehalt der niedrigste (44-52%). Während der Ernte muss man darauf achten, dass Felder mit höherem Wassergehalt sollten an frostigen Tagen gegenüber dem mit trockenem Boden bevorzugt werden. Die Erntemaschine bläst den gehackten Baumchips auf das Plateau des Transportwagens. Hackholz wird am Rand des Feldes in Prismen gelagert. Er soll nicht in einem bedeckten Platz gelagert werden. Hackholzprismen wärmen sich von Natur aus auf, aber diese Temperatur ist weit von der Selbstentzündungstemperatur. (Die Größe der Holzpartikeln ist zu groß dazu, und dies ermöglicht die natürliche Durchlüftung der Prismen. Diese Aufwärmung ermöglicht, dass das Holz ihr Wassergehalt auf natürlicher Weiser abgibt. Hackholz kann mit einem Wassergehalt von 35% schon rentabel transportiert werden. Die Trocknungsprozess bis 30-35% Wassergehalt dauert – abhängend von der Temperatur und Dampfgehalt der Luft – 4-10 Wochen.

Dank dem Winkel des Prisma und der Form des Hackholzes gelangt der natürliche Niederschlag nicht tiefer in die Prismen, als 10-15 cm, ein. Diese Wassermenge wird später unter niedrigem Dampfgehalt der Luft einfach und schnell abgegeben. Transport ist mit einem Wassergehalt von höchstens 35% möglich. Dann kann das Material mit einer Lademaschine auf selbstleerende Transportwagen aufgeladen werden.

Im Jahre 2010 war der Preis des Hackholzes 16 500 HUF/ta und dieses Preisniveau wurde 2011 auf 17 200 HUF/ta erhöht. Neben Kraftwerke werden immer mehr Heizwerke, Pellett- und Brickettwerke etabliert und daneben werden automatisierte Hackholzkessel in der öffentlichen Nutzung auch immer mehr verbreitet. Diese alle wirken in die Richtung der Preiserhöhung in der Zukunft.

 

11. Lebensdauer der Plantagen

Dank ihrer extrem starken Sprießvermögen und dem Resistenz gegen Stockkrankheiten, sowie die gute Anpassungsfähigkeit zur Produktionstechnologie (Schnitt) haben Weiden – unter Energiepflanzen – die längste Lebensdauer. Die ältesten ungarischen Plantagen sind immer noch nur 6 Jahren alt, deshalb haben wir keine längere heimische Erfahrung vorhanden.

Wir haben aber in Schweden mehrere Plantagen besichtigt, die älteste von denen 48 Jahren alt war. Diese Plantage wurde regelmäßig, d. h. alle 2-3 Jahren geerntet. Auch in dieser Plantage konnten die original gepflanzten Stämme gesehen werden. Reihen waren eindeutig, aber die Sprosse haben schon in einem Kreis von mehreren zehn cm gewachsen.

Falls man die verwandten Korbweidemutterplantagen zugrunde nimmt, werden diese Erfahrungen aus Schweden auch mit heimischen bestätigt.

Plantagen sollten solange in Kultivation gehalten werden, bis Erträge zeigen keine signifikante Rückfalltendenz. Das erste Ertrag (im 2. Oder 3. Jahr) wird bestimmt weniger als zweite (4. 5. Produktionsjahr). Erträge bleiben während der nächsten Schnitte langfristig hoch, falls man genügende und entsprechende Nährstoffe – als Mineraldünger oder Klärschlamm – zurückführt. Ältere Plantagen sind natürlich nicht so homogen. Durch zunehmende Heterogenität fallen Erträge nach einer bestimmten Weile zurück. Falls dieser Rückfall mit rationellen Maßnahmen und unter bestimmten Kosten nicht beseitigt werden kann, muss die Plantage schon gerodet werden.

Lücken in älteren Plantagen können nicht mit neuen Pflanzen ersetzt werden. Pflanzen können nur ersetzt werden, wenn die Weideplantagen noch jung sind. Die ersetzten Pflanzen in einer Plantage werden von älteren zurückgedrückt werden.

12. Rodung der Plantagen

Die Rodung einer Weideplantage hängt eng mit ihrer physiologischen und morphologischen Eigenschaften zusammen. Weiden haben keine wurzelbürtige Sprosse; sie sind nur fähig sprossbürtig zu wachsen. Deswegen ist es einfach eine Plantage mit der entsprechenden Technologie zu roden. (Wurzeln produzieren keine Sprosse, wie in dem Fall von Acacien.) Die Rodung einer Plantage beginnt damit.

Nach dem letzten Schnitt sollte man warten, bis die Plantagen wieder starten zu wachsen. Als Sprosse schon die Höhe von 20-25 cm erreicht haben, soll man Herbizide totaler Wirkung und Glyphosate Aktivsubstanz in einer Menge von 5-6 L/ha ausbringen. Sprosse sterben und verdorren innerhalb von 2 Wochen. Dann soll man die Pflanzen gehackt werden. Diese Maßnahme soll von 2-3maler Bodenbearbeitung mit einer schweren Scheibe während der Vegetation gefolgt werden. Bis Herbst kann das Feld gepflügt werden, aber es lohnt sich den Abbau von der hohen Pflanzenrestmenge mit Stickstoffdünger durchschnittlicher Menge – noch vor dem Pflügen – zu fördern. So wird der Abbau beschleunigt und der Boden wird geeignet für sogar Getreideproduktion. Weiden haben ein Wurzelsystem, das sehr einfach gebrochen werden kann. Die meisten Wurzeln befinden sich im obersten 40 cm Bodenschicht, so kann das Pflügen problemlos durchgeführt werden.

Eine andere Lösung ist die Anwendung von Wurzelkämmen nach Ausbringung von Herbiziden. Die verfügbare mobile Hackmaschinen machen auch die Klötze zerkleinern und das Pflanzenmaterial kann verwertet werden.

 



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