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Anwendungs- und Vermarktungsmöglichkeiten von Energieweidesorten und des produzierten Hackholzes


Inhalt:

1. Generelles über Energieplantagen

2. Marketingmöglichkeiten des Hackholzes

3. Züchtung der Energieweiden und die Sorten

4. Umweltbezogene Bedeutung der Weiden

5. Rentabilität und Profitabilität

 

1. Generelles über Energieplantagen

 

Unter der Plantageform, die oft als „Energiewald“ benannt wird versteht man „schnellwachsende energetische Baumplantagen“.

 

Alle holzartige Baumarten sind für die Etablierung von Energieplantagen geeignet, deren Wachstum am Anfang (in den ersten 2-3 Jahren) schnell ist, die große Biomasse produzieren, die nach der Ernte fähig sind, durch Sprosse nachzuwachsen, und sich zu regenerieren, die maschinell geerntet werden können und deren Toleranz für die Technologie angemessen ist. In den letzten Jahren wurden viele Baumarten für dieses Zweck untersucht. Unter verschiedenen Pflanzenarten vor allem Weiden, Acacien und Pappel schienen tauglich zu sein, deshalb sind diese Pflanzenarten und ihre Klonen in die Liste von unterstützbaren Sorten eingetragen.

 

Energieplantagen werden – abhängig von ihrem Wachstum- je zwei oder drei Jahren mit einer Hackmaschine geerntet. Das produzierte Hackholz (Holzchips) wird nach ein paar Wochen Trocknungsperiode in Kraft- oder Heizwerke verbrannt. Der Energiegehalt der Weiden ist hoch. Der Heizwert der in Schweden gezüchteten Energieweidesorten liegt zwischen 21 000 und 21 200 KJ/kg, und die der ungarischen Sorten zwischen 18 000 und 19000 KJ/kg. Dieser Wert ist gleich oder sogar höher, als der von Acacien oder anderen Hartholzarten. Daneben ist der Aschengehalt der Schwedischen Sorten niedrig und sie geben ihren Wassergehaltschnell ab. (Aschengehalt: 0,31-0,52%, Wassergehalt bei der Ernte 46-52%.)

 

Die Etablierung einer Plantage ist genehmigungspflichtig und staatlich unterstützt. Pflanzungsgenehmigungen sollen an die regional zuständigen forstwirtschaftlichen Behörden eingereicht werden. Eine maximale Unterstützung von 200.000 HUF pro Hektar kann beantragt werden. Die unterstützbaren Pflanzenarten und –Sorten sind auf der kontinuierlich aktualisierten Webseite des Landwirtschaftlichen Verwaltungdiensts aufgeführt. Da energetischen Baumplantagen gehören zu dem Kultivierungszweig Ackerland, die Flächenbasisunterstützung kann ebenso beantragt werden, wie in dem Falle von anderen Ackerbaukulturen. Genehmigungen und Anträge der Unterstützungen werden in einem separaten Kapitel detailliert.

 

Vor allem pflanzen Bauern, die solche Felder haben, die mit Bodenwasserniveau charakterisiert ist oder die unter periodisch mit Wasser überschwemmt ist. Auf diesen Feldern von niedrigem Wert bedeutet die Weideproduktion – gegenüber der Getreideproduktion – sichere und hohe Profitniveau und schnelle Rentabilität.

Viele Bauern haben kein eigenes Feld und etablieren ihre Plantagen mit Investitionszwecken auf Pachtland.

Für Selbstverwaltungen lohnt es sich sowohl aus Beschäftigungs-, als auch aus Heizungskostengründen einige Hektare Weideplantagen zu pflanzen.

Unter Hackholzkessel für Familienhäuser sind schon mehrere ungarische Modelle verfügbar. Ein vollautomatisierter Hackholzkessel mit einer Leistung von 25 KW kostete im Jahre 2009 noch ca. 800-900 000 HUF. 2010 erschienen die Ungarischen Hersteller auf dem Markt und konnte man einen für sogar brutto 277.000 HUF beziehen. Deshalb muss man mit zunehmender Bevölkerungsanwendung rechnen.

Zu der immer wachsenden Gruppe der Pflanzenden gehören auch die Eigentürmer von Heiz- oder Kraftwerken, oder Pellet- oder Brickettwerken. Sie haben auch erkannt, dass das billigste Rohmaterial stammt immer aus eigener Herstellung.

Energieweiden sind fähig hohe Salzgehalt des Bodens – bzw. hohe Stickstoffgehalt – zu tolerieren und nutzen. Aus diesem Grund können sie für die Beseitigung von sowohl industriellem, als auch kommunalem Abwasser, oder Klärschlamm verwendet werden. Das landesweit entstehende kommunale und technologische Abwasser und Klärschlamm kann nur unter hohen Kosten beseitigt und behandelt werden. Diese Kosten könnten mit Wurzelfiltration in Weideplantagen erspart werden und daneben würde diese Lösung wegen ihrer positiven Wirkung auf den Biomassenertrag auch ein Einkommensmöglichkeit für Kläranlagen und Selbstverwaltungen bedeuten.

Verschiedene holzartige Energiepflanzen (Acacien, Pappel, Weide) bedeuten keine Konkurrenz für einander, da jede haben verschiedene ökologische – vor allem Boden – Ansprüche. Acacien mögen trockene, Pappel frische und Weiden die besonders nassen Biotope. Vor allem sind die Bodeneigenschaften entscheidend des erfolgreichen Anbaus.

Gegenüber dem Irrglauben Energiepflanzenproduktion bedeutet keine Konkurrenz für Lebensmittel- und Futtermittelerzeugung. Neben einer Nutzungsrate der Ackerländer von 80% muss man mit Überproduktion rechnen. Neben Ackerländer gibt es mehrere Hunderttausend Hektar unbewirtschaftetes Land, das teilweise mit Energiepflanzen genutzt werden könnte.

 

2. Marktchancen des Hackholzes

 

Die sich für Weideproduktion interessieren, stellen im Allgemeinen folgende Frage: wo und für welcher preis kann man das produzierte Hackholz verkaufen? In folgenden Absätzen werden diese Frage und die Marketingmöglichkeiten des Hackholzes geklärt.

 

Zurzeit wird in Ungarn etwas mehr, als eine Million Tonnen Hackholz verkauft. Fast 100% dieser Menge stammt aus forstwirtschaftlichem und Sägewerkabfall. Die Menge von Hackholz aus speziell für diesen Zweck gepflanzten Plantagen ist verschwindend wenig.

Die größten Verbraucher sind der Kraftwerk Mátra in Gyöngyös-Visonta, der Pannon Power in Pécs und der Biomassenkraftwerk in Szakoly (DBM). Neben den schon existierenden Kraftwerken gibt es schon mehrere pur Biomassenkraftwerke, die gerade in der Genehmigungsphase sind. Neben Kraftwerke steigern viele Stadtheizwerke (in Szolnok, Dunaújváros, Szekszárd, Miksolc, Eger usw.) die Nachfrage für Hackholz. Neben Ungarischen gibt es schon ausländische – vor allem Österreichische – Kraftwerke, die sich für ungarisches Hackholz interessieren.

Kohlenstoffkraftwerke werden durch CO2-Kvoten des Kyoto Protokolls verpflichtet, eine gewissen Anteil (zurzeit 5%, später 12%) ihrer Stromproduktion durch die Verbrennung von erneuerbaren Energieträger zu erzeugen. Dies bedeutet nur in der Falle des Mátra Kraftwerkes 400 000 t Biomasse pro Jahr. Der nächste Schritt des Protokolls erhebt diesen Anteil ab 2013 zu mehr, als zweimal so hoch.

Neben Kraftwerke haben Pellet- und Brickettwerke kontinuierlichen Bedarf an Rohmaterial. Zurzeit hat Hackholz fast unbeschränkte und kontinuierlich zunehmende Marktchancen.

Die heutige Situation ist weiter erschwert durch der Abnahme der Bauholz- und Möbelholzverwendung. Dadurch ist der Anteil von Waldrodungen von 2009/2010 um 80% zurückgefallen – im Vergleich zum vorigen Jahr. Dies bedeutet, dass es keinen Rodungsabfall oder Sägewerkabfall geben wird. Dies ist auch dadurch unterstützt, dass früher die Forstwirtschaften den Rodungsabfall kostenlos zur Verfügung gestellt haben (man musste nur das Feld sog. Putzen), aber jetzt kostet das Material 60-130 000 HUF pro Hektar. An der Rumänischen Grenze wird der Abfall der Sägewerke durch Ungarischen Firmen gekauft.

Alle diese Fakten unterstützen, dass es Nachfrage und Bedarf an Hackholz aus Plantagen gibt. Den Mangel an Rohstoff haben vorher die Kraftwerke nur für 2013 prognostiziert, aber man kennt das Problem schon im Jahre 2010.

 

Folgende Probleme müssen bekämpft werden:

 

  1. Produzenten haben ungenügend Information über dem Markt. Sie wissen nicht, dass es für Kraftwerke manchmal problematisch ist, Heizmaterial zu besorgen. Das erste Ungarische, nur mit Biomasse betriebene Kraftwerk funktioniert kontinuierlich seit Juli 2009 und seine Leistung hat schon 20 MW erreicht. Trotz alledem nicht einmal Bauern in der engen Nähe des Kraftwerks haben Vertrauen für die neue Technologie und sie pflanzen nicht.
  2. Trotz, dass abgesehen von einigen Jahren der Ackerbau seit mehr, als einer Dekade nicht mehr rentabel ist, wählen die meisten Bauern – manchmal aus Gebrauch – den konventionellen Getreideanbau.
  3. Die meisten Bauern wissen nicht, dass in der EU eine Überproduktion an Lebensmittel gibt. Deshalb unterstützt die EU alle anderen Nutzungsmöglichkeiten der Ackerländer, so auch Energieplantagen. Diese Unterstützungen bleiben voraussichtlich mittelfristig vorhanden. Aber die Getreidepreise werden wegen Überproduktion nur in die negative Richtung gehen.
  4. Die Etablierung einer Plantage ist unterstützt aber leider nachher finanziert. Produzenten müssen deshalb alle Investitions- und Pflegekosten der Plantagen (etwa 4-500 000 HUF) vorher zeugen. Die Unterstützung wird – in der Praxis – nur im Jahre nach der Pflanzung bezahlt.
  5. Bauern haben Schwierigkeiten mit Quellen der Investitionen. Leider gibt es manchmal nur das Interesse für die Pflanzung. Es gibt im Jahre 2011 immer noch keine Pre-finanzierungsmöglichkeit vorhanden.

 

Es gibt eine EU- und Regierungsquelle für die Etablierung von jährlich ca. 6 000 ha Plantage vorhanden. Trotz alledem wurde nur eine Fläche von knapp mehr als, 2 000 ha in den letzten zwei Jahren gepflanzt – wegen der vorher aufgeführten Ursachen. Obwohl kann man alle vorher erwähnten Fragen beruhigend beantwortet werden.

 

3. Züchtung und Sorten der Energieweiden

 

Die Züchtung der Weiden wurde in Japan, in Schweden, in England und in Polen gestartet.

Im größten Züchtungszentrum, in Süd-Schweden bei der Firma Lantmännen Agroenergi, führt Herr Stig Larsson seit mehr, als 30 Jahren die Züchtungsarbeit. Die Schwedische Züchtung wurde am Anfang auf die Selektion von heimischen Sorten basiert. Aber heute sind schon die Kreuzungen dominant. Unter mehrere Hundert von Kandidaten werden jährlich zwei-drei Sorten anerkannt. Als Grundmaterial werden Korbweiden, weiße Weiden und Sibirische Weiden verwendet.

Es ist schon gewöhnlich in Schweden, dass neben Siedlungen man Weideplantagen und angeknüpften kleinere (1-3 MW) Kraft-oder Heizwerke sieht.

Die Züchtungsarbeit wurde auf günstige Wachstum, gute Sprießfähigkeit, Winterfestigkeit, Resistenz und Inhaltstoffe konzentriert. Dementsprechend sind die Schwedischen Züchtungen fähig, höhere Erträge zu produzieren, als andere Europäische Sorten – gegenüber der auf ausschließlich Selektion basierte Züchtung.

Parallel zu der Erscheinung der Schwedischen Sorten in Ungarn, haben wir ein Forschungsprojekt über Technologie sowohl in Ungarn, als auch in Rumänien und in der Slowakei gestartet. Deren Ergebnisse befinden sich auf unsere Webseite als herunterladbare Präsentationen.

 

Vor der Auswahl dieser Sorten haben wir die Schwedischen Sorten untersucht. Unser Ziel war damit, unter Sorten die auf mehrere Standorte Europas gute Leistung haben, die drei besten Sorten auszuwählen und deren Lizenzrechte zu kaufen. Diese Zahl ist bis zu 9 gestiegen, aber es hat sich nachgewiesen, dass wir uns richtig entschieden haben. Die in Ungarn verfügbaren Sorten sind folgende: Inger, Tordis, Tora, Torhild, Sven, Jorr, Gudrun, Olof und Doris. Diese Sorten wurden importiert und nach der offiziellen Pflichtuntersuchungen des Ungarischen Landwirtschaftlichen Verwaltung (MGSZH DUS) unterzogen. Anhand der Ergebnisse der Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass diese Schwedischen Sorten sind auch unter der heimischen ökologischen Bedingungen besser, als andere Europäische.

 

Wir haben Mutterplantagen von den neun Sorten etabliert und damit die Vermehrungen, sowie die technologische Forschungsaktivitäten angefangen. Da die Erträge der Sorten Jorr und Gudrun zu wenig gefunden wurden, haben wir mit der Vermehrung dieser Sorten schon aufgehört. Von diesen zwei Sorten haben wir auch die Mutterplantagen gerodet und wir haben nur eine minimale Fläche zwecks Genreservierung gelassen. Die Sorten Doris und Olof sind von der Liste der unterstützbaren Sorten aus Umweltschutzgründen ausgelassen. Diese Sorten haben Gene der Sibirischen Weide, die in Ungern nicht heimisch sind. Um die heimische Biotope zu schützen, wird die Pflanzung dieser Sorten zwar erlaubt aber nicht unterstützt. Auf Felder mit hoher Bodenwasserniveau produzieren sie sehr hohe Erträge (sogar 40 t ha-1 a-1) und sie ertragen die periodische Wasserdeckung auch.

Fünf von den anderen Sorten, d. h. Tora, Tordis, Torhild und Sven sind für nassere, aber nicht extrem nasse (unter Wasserdecke stehende) Standorte geeignet. Unter diesen Umständen sind sie fähig hohe Erträge zu produzieren. Daneben könnte die Sorte Sven dank ihrer Salztoleranz in Wurzelzone-Abwasserbeseitigung verwendet werden. Unter diesen Sorten hat Inger viele vorteilhafte Eigenschaften und soll getrennt erwähnt werden. Die Sorte Inger produziert hohe Erträge und hat Toleranz für Trockenheit. Ihre Vegetationsperiode fängt früh an, deshalb ist ihre Konkurrenzfähigkeit gegen Unkräuter sehr hoch. Ihr Frosttoleranz ist sehr gut. Nach der frühen Wachstumsanfang toleriert sie leichte Froste sehr gut, bis zu minus drei ° hat zeigt sie keine Schaden. Nach härteren Froste im Mai 2008 (minus 6-7 °C) hat sie sich extrem schnell regereiert. Sie fängt ihre Wachstumsperiode nicht nur früh an, sondern sie endet sie auch ziemlich früh. Blätter fallen schon Anfang Oktober ab, deshalb haben die Ruten genügend Zeit um reif zu werden. Demzufolge verursachen Winterfroste auch keine Schäden der Gewebe. Inger kommt in hormonale Ruhe ziemlich früh, deshalb kann sie sogar in November geerntet werden. De Wassergehalt des Pflanzenmaterials liegt zwischen 44-52% bei der Ernte. (Transport ist ab 35% Wassergehalt wirtschaftlich. Dieser Wert wird innerhalb von 4-6 Wochen erreicht.) Die beste Eigenschaft von Inger ist die extreme Erntesicherheit, die auf ihrer hohen Anpassungsfähigkeit zu den heimischen ökologischen Anomalien (Dürre und Stauwasser) basiert. Auf unserem Standort haben die frischen Inger-Plantagen eine Wachstumshöhe von 4-5 Meter im ersten Jahr produziert. (Im Jahre wurde mehr als, 300 mm Niederschlagmenge in der Vegetationsperiode gemessen.) Unsere Inger-Pflanzungen im Jahre 2009 haben eine Wachstumshöhe von 3-3,5 m trotz der Niederschlagmenge weniger als 150 mm erreicht. Dies ist weder für irgend eine andere heimische, noch eine Schwedische Sorte charakteristisch.

 

Inger hat extrem gute Toleranz für Technologiemaßnahmen. Auf alle Bodentype hat sie gut produziert und hohe Erträge gesichert. Unter den heutigen Sorten wird diese Sorte für die meist perspektivvoll gehalten, deshalb etablieren wir seit 2008 die neue Mutterplantagen ausschließlich mit dieser Sorte. 90% unserer derzeitigen Vermehrungen ist die Sorte Inger.

 

4. Umweltrelevanz der Weiden, unsere technologische Versuche

 

Am Anfang haben wir unsere produktionstechnologische versuche auf Unkrautregulierung und später auf Klärschlammdüngung der Plantagen konzentriert. Nach der beruhigenden Lösung der chemischen Unkrautregulierung haben wir unsere Aufmerksamkeit auf die Probleme der Nährstoffzufuhr konzentriert, die auch signifikante umweltbezogene Fragen beinhalten. Hier berichten wir einige interessanten Informationen über dies. Die Ergebnisse unserer Unkrautregulierungsversuche sind im Kapitel über Technologie eingefügt.

Zurzeit wird in Ungarn jährlich mehrere Hunderttausend Tonne aus als gefährlicher Abfall qualifiziertem Wasser stammender, unbehandelter und unbenutzter Klärschlamm produziert. Die Platzierung des Klärschlamms ist ein kostenvermehrender Faktor für Kläranlagen. Das entstehende Abwasser, sowie der Klärschlamm werden teilweise illegal auf die Felder platziert und vernichtet. Dadurch wird die Umwelt belastet.

Klärschlamm bedeutet aber eine billige und gut verwendbare Nährstoffquelle für die Landwirtschaft – bzw. für Kurzumtriebsplantagen. Die Verwendung des Klärschlamms auf Felder, die für Lebensmittel- oder Futtermittelerzeugung verwendet werden, ist beschränkt. In Kurzumtriebs-Weideplantagen ist die Beseitigung dieses gefährlichen Abfalls ist mehr sicher – wegen der höheren Gesamtsalz- bzw. Stickstofftoleranz.

Ältere Weideplantagen haben eine günstige Reaktion für die angemessen dosierte und genau ausgegebene alle 2-3 Jahren durchgeführten Klärschlammdüngung. In unseren Versuchen haben wir neben höhere Gaben (über 40 t ha-1) mehrmals Erntedepression erfahren. Demgegenüber konnte bei kleinere Gaben (20-25 t ha-1) höhere Biomassenertragswachstum gemessen werden.

Die Erarbeitung der richtigen Düngungstechnologie und ihre Umsetzung in der Praxis könnte die illegale Klärschlammbeseitigung niederschlagen und könnte durch ihre ertragsfördernde Wirkung sogar signifikanten gesellschaftlichen Profits resultieren. Auf dem zur Etablierung von Energieplantagen verwendeten Ackerland würde keine Kontamination durch Klärschlammbeseitigung verbleiben.

In Klärschlamm befinden sich viele organische Medikamentenrückstände (Antiphlogistika, Verhütungsmittel, Antibiotika usw.). Um diese zu beseitigen haben wir gemeinsam mit unseren Forschungspartners ein Forschungsprojekt gestartet: wir möchten ein bakterielle Impfstoff entwickeln, der diese schädliche Stoffe abbauen und mineralisieren kann und hilft. D. h. er wandelt die Bestandteile des Klärschlamms zu pflanzenverfügbare Substanzen um.

Durch der Nachfrage auf dem Markt und den langfristigen, günstigen Verträge der Kraftwerken, sowie dem Unterstützungssystem von energetischen Plantagen bevorsteht das exponentielle – aber durch Quoten geregelt, indem die Nachfrage des Marktvolumens berücksichtigt wird – Wachstum der Plantagenfläche. Die Produzenten sehen schon spätestens nach der zweiten Ernteperiode, dass die organische Düngung notwendig ist.

Das billigste, verfügbare Material zur Düngung der Plantagen ist der Klärschlamm. Keine andere Nährstoffquelle ist aus Preis- und Aktivsubstanzgehaltsaspekte wettbewerbsfähig mit ihm. Die „Wettbewerbsfähigkeit“ des Klärschlamms kann mit mineralisationsfördernden mikrobiellen Präparaten gesteigert werden.

 

Die heutige Situation: die Qualitäts- und Quantitätsentwicklung der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion hat in Ungarn dazu geführt, dass – die Ertragsmengen der letzten Jahr(zehnt)en, die Nachfrage und Marktchancen zu Grunde genommen – alle essentielle landwirtschaftliche Produkte auf vielmehr kleinere Fläche erfolgreich produziert werden kann, als früher. Dies resultiert, dass Felder mit kleinerer Produktionskapazität, die früher unter landwirtschaftlicher Nutzung standen unnötig wurden und sollten aus der landwirtschaftlichen Produktion herausgezogen werden.

Die Folgen der derzeitigen Situation: diese aus der landwirtschaftlichen Produktion herausgezogene Felder wurden entweder unbewirtschaftet oder mit staatlicher Unterstützung wurden Wälder auf ihnen gepflanzt. Zufolge der Änderungen der Wirtschaftssituation entstanden weitere unbewirtschaftete Felder (z. B. Obstplantagen) die irgendwie benutzt werden sollten. Überdies sind diese Felder von kleinerem Wert, aufgrund ihrer mikrobiellen Aktivität sind sie für landwirtschaftliche Pflanzenproduktion nicht geeignet.

Auf den so „freigesetzten“ Feldern industrielle Energiepflanzenerzeugung scheint die beste Lösung zu sein, besonders aus der Sichtpunkt de Marktchancen und langfristige Berechenbarkeit. Derzeit werden 15-jährige Verträge für Hackholz aus Plantagen geschlossen. In diesen Verträgen der jeweilige Preis des Hackholzes wird immer abhängig von Löhnen und deren Zuschüssen, sowie von Preisen der fossilen Energieträger bestimmt.

Das Problem: die erwähnten Böden sind zwar geeignet für die Pflanzung von Weideplantagen, bzw. die langfristige Produktion dieser pflanzen mit angemessenem Ertrag, aber ihre Nährstoffhaushalt soll innerhalb von 3-5 Jahren nach der Etablierung soll verbessert werden. Dafür braucht man billige und in die Technologie leicht einfügbare Lösungen.

Lösungsmöglichkeit: Böden in schlechtem Zustand sollten mit genügenden mineralischen und organischen Nährstoffe versorgt werden. Für diesen Zweck ist Klärschlamm eine billige und effektive Lösung.

Für die bessere Bodenfruchtbarkeit, die bessere Nährstoffversorgung der Pflanzen, das bessere Pflanzenwachstum, das bessere Wachstum und Entwicklung am Anfang der Vegetationsperiode und auch später wird die Entwicklung und Untersuchung eines mikrobiellen Präparates erfordert, durch dem die Produktion von Energiepflanzen wirtschaftlicher wird, und dadurch der schädliche mineralische und organische Substanzgehalt des Klärschlamms beseitigt und neutralisiert werden kann.

 

5. Profitabilität und Rentabilität

 

Die Rentabilität der Plantage hängt von drei Faktoren ab: Ertrag – Preis – Verwendungsmethode. Über Erträge haben wir schon im Kapitel über Technologie geschrieben. Sie liegen zwischen 20-40 ta ha-1 a-1, falls man die vorgeschriebene Technologie genau folgt.

Preise sind stabil und können sich im Prinzip nur aufwärts ändern (17 200-19 000 HUF). Dies ist nicht sicher in dem Fall von Ackerbaupflanzen.

Profitabilität und Rentabilität wird vor allem von Verwendungsweise des Hackholzes bestimmt. Falls man das Hackholz an Kraftwerke durch irgendeinen Händlerorganisation verkauft, wird die Profitabilität das Niedrigste und die Rentabilität das Langsamste. Kaufpreise sind in diesem Fall die niedrigste und Händlerorganisationan haben ihr Teil in der Vermarktung auch.

Falls das produziere Hackholz für eigene Heizung – öffentliche oder institutionelle – verwendet wird, kann man wegen niedrigen Selbstkosten – gegenüber der Heizung mit Gas- auf schnelle Rentabilität und hohe Profitabilität rechnen.

Wenn man die Plantage für die Beseitigung von Technologieabwässer, Klärschlamm und Wurzelzone-Wasseraufbereitung nutzen kann, kann man mit der schnellsten Rentabilität rechnen.

Dieses Thema wird in unsere Webseite in der Präsentation „Weide und Wasser“ detailliert.

 





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